,,Tun alles für den Erhalt des Marktes“

Lebensmittel Kartmann äußert sich im Seniorenbeirat zu Geschäft in der Mozartstraße

Wie es mit dem kleinen Supermarkt im Degerfeld weitergeht, wollte der Butzbacher Senioren- beirat gerne wissen. Denn als Treffpunkt und Kommunikationsort kommt dem Laden in der
Mozartstraße eine besondere Bedeutung für das Wohnfeld zu  und liegt dem Gremium ,, sehr am Herzen“, wie Vorsitzende Hildegard Wodni sagte. Der Geschäftsführer der Butzbacher
Wohnungsgesellschaft ( BWG ) als Eigentümer,Alexander Kartmann, berichtete im Beirat gestern über den aktuellen Stand.Wir sind überzeugt, dass wir den Standort erhalten wollen und müssen, sagte Kartmann und schloss damit Bürgermeister Michael Merle ein. Seit Oktober 2015 führe die BWG Gespräche mit dem Pächter über die Zukunft. Diese ist derzeit wohl besonders zu besprechen, weil Ende des vergangenen Jahres die Metzgerei-Theke im Geschäft schließen musste, weil die Kühlung den Hygienevorschrfiten laut Wetteraukreis nicht mehr genügte. Für eine Erneuerung plus Anbau stehe ein Betrag von 50 000 Euro im Raum. Da es sich aber um eine ,,Bruchbude“ handele , so Kartmann, wolle die BWG nicht investieren und auch der Pächter solle dies nicht tun, falls dann in einem Jahr das Gebäude abgerissen werden müsste.
Neben einem möglichen Verkauf des Grundstücks, sei es an den Pächter, sei es an einen anderen Interessenten, hat laut Kartmann nun die Frage nach Fördermitteln Priorität für die BWG. Zwar habe Wiesbaden eine Förderung im Rahmen des Programms ,, Soziale Stadt “ ab- gelehnt, doch will Kartmann dies in einem persönlichen Gespräch im zuständigen Ministerium erörtern und verdeutlichen, welche soziale Funktion der Markt hat. Dass die möglichen 80 Prozent finanzieller Förderung fließen, schließt der BWG-Chef aber aus. Auf der Fläche könnte ein Wohnhaus entstehen, in dem dann im Erdgeschoss ein Supermarkt einzieht und darüber acht bis zehn Wohnungen in zwei Geschossen gebaut werden. Auch diese könnten dann im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus gefördert werden. Erst wenn Wiesbaden sich geäußert habe, könne der Aufsichtsrat weiter entscheiden. Wegen der verschiedenen Beteiligten sei ein Termin bislang aber noch nicht zustandegekommen.
Kartmann führte auch an, dass die BWG bei einer Investition eine gewisse Sicherheit über die Verpachtung des Geschäfts haben müsse. Die Verkaufsfläche entspreche nicht den modernen Standards der Lebensmittelketten. Er müsse also größer werden, wobei er nicht so groß werden dürfe, dass weitere Stellplätze vorgehalten werden müssen. Dann müsste es neben dem Vertrag mit dem Pächter dessen Vereinbarung mit einer Supermarktkette geben, die den Betrieb des Geschäfts auf zehn bis 15 Jahre vorsieht. Dann wäre auch die Finanzierung über eine Bank für die BWG zinsgünstiger. Wünschenswert wäre laut Kartmann eine schnelle Lösung, damit die Kundschaft erhalten bleibt und nicht irgendwann der Laden neu etabliert werden muss. Er stellte klar: ,, Die BWG ist nicht Feind des Marktes. Wir tun alles dafür, dass er erhalten bleibt.“

Quelle Butzbacher Zeitung