Begonnene Projekte laufen weiter

SENIORENBEIRAT  Ende der Amtszeit/ Bewerbungen möglich / Baumbestattung und      Barrierefreiheit

Zu seiner letzten Sitzung der Amtszeit kam der Butzbacher Seniorenbeirat am Montag zusammen. Mit Ablauf des Monats endet die Arbeitsperiode. Ein neuer Beirat soll benannt werden. Neben dem Vorschlagsrecht durch Vereine und Verbände steht es auch zwei  Bürgern offen, an Sitzungen teilzunehmen. Wer dies möchte, kann sich bei der Stadt Butzbach bis einschließlich 31. Mai bewerben unter Tel.: 06033/9950 oder per E-Mail  an email hidden; JavaScript is required.

Das Gremium hat 14 Mitglieder. Voraussetzung für Bewerbung und Benennung ist , dass die Interessierten ihren ersten Wohnsitz in Butzbach haben und mindestens 60 Jahre alt sind. Die Mitglieder des Seniorenbeirates werden für die Dauer von vier Jahren benannt. Über die Bewerbungen entscheidet der Magistrat. Dieser lädt dann auch zur konstituierenden Sitzung ein, in der dann die Ämter, etwa das des Vorsitzenden durch Wahl von den Beiratsmitgliedern besetzt werden.

Derzeit ist Hildegard Wodni Vorsitzende, übt dieses  Amt seit vier Jahren aus, war davor vier Jahre lang Schriftführerin und besuchte davor schon fast drei Jahre lang Sitzungen des Gremiums. Im Gespräch mit der BZ plädierte sie dafür, zu überlegen, ob eine Wahl der Mitglieder des Seniorenbeirates nicht sinnvoller sei als das Instrument der Benennung. Nach der derzeitigen Geschäftsordnung entsenden folgende Institutionen Vertreter in den Seniorenbeirat: Der Vereinsring Butzbach nennt fünf Vertreter, je einen die evangelische und die katholische Kirchengemeinde. Der Sozialverband VdK stellt zwei Teilnehmer, der Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt, der Malteser Hilfsdienst und das Rote Kreuz jeweils einen.

Wann die Konstituierung des neuen Seniorenbeirats stattfindet, ist noch nicht terminiert. Wie Vorsitzende Wodni sagte, geht aber die Arbeit an Projekten, die bereits laufen, auch über die derzeitige Amtsperiode weiter. Dazu gehört auch die Vorbereitung des Seniorenausflugs im September.

In der Sitzung des Beirats am Montag ging es unter anderem um alternaive Bestattungsformen. So sei am Beispiel Pohl-Göns auf die Möglichkeit hingewiesen worden, an einem Baum auf dem Friedhof Urnen beizusetzen  und Plaketten mit den Namen der Verstorbenen zu setzen. Unter anderem als Alternative zu den Urnenwänden hatte der Seniorenbeirat das Thema aufgegriffen. Erweitert um eine Parkbank würde diese Baumbestattung einen Ruhepol auf dem   Friedhof bilden. Das Thema werde den Beirat auch noch  weiter beschäftigen.

Auch mit der Diskussion um die Umgehungsstraße B3a beschäftigte sich der Seniorenbeirat. Schon Mitte der 80er Jahre sei die Umgehung in Pohl-Göns und Butzbach diskutiert worden. Damals sei die Trassenführung noch eine andere gewesen. Dass es bei dem nun für den Bun- desverkehrswegeplan angemeldeten Streckenverlauf bleibe, werde nicht für möglich gehalten.

Die Forderung ,, Weg mit den Barrieren“ begleitete den Seniorenbeirat ebenfalls in den zurück- liegenden Jahren. Im Zuge einer Stadtbegehung war nicht allein der Marktplatz ein Thema, für den sich der Seniorenbeirat unter anderem auch eine farbliche Absetzung der geplanten ebener gepflasterten Abschnitte wünscht. ,, An manchen Stellen können mit wenig Geld Schwierigkeiten beseitigt werden. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die aber eine große Hürde darstellen können“, so Wodni zum Aspekt, den auch der VdK aktuell betont.

Unter anderem könnte bei geplanten Baumaßnahmen bereits darauf geachtet werden, dass Bordsteinkanten abgesenkt werden. Wichtig sei es auch, am historischen Rathaus und am Landgrafenschloss nicht erst am Eingang auf den Behinderteneingang hinzuweisen. Das erspare unnötige beschwerliche Wege.

Am Ende der Sitzung bedankte sich Wodni bei allen Mitgliedern für die Mitarbeit im Senioren-  beirat, ferner bei der Seniorenbeauftragten Heidi Gombert, Bürgermeister Michael Merle und den Gremien, durch deren Unterstützung einige Projekte umgesetzt worden seien.

Ferner gratulierte sie Liesel und Otto Polak zur eisernen Hochzeit.

 

Quelle Butzbacher Zeitung