Immer ein offenes Ohr für Ideen

Bürgermeister Michael Merle und Quartiersmanager Aaron Löwenbein
bei Seniorencafe zu Gast

offen-fuer-ideen_Seite_2Am vergangenen Freitag hatten sich Beate Seiler von der Stadtverwaltung und Aaron Löwenbein von IL Consult GmbH zum Seniorencafe im „Treffpunkt Degerfeld“ angesagt, um über das Projekt „Soziale Stadt Degerfeld“ zu sprechen. Wie berichtet, war Anfang April vom Magistrat ein Wechsel in der Leitung des Projektes beschlossen worden. Bürgermeister Michael Merle, Wolfgang Bender von der Butzbacher Wohnungsgesellschaft (BWG) sowie Aaron und Dan Löwe
nbein von IL Consult, dem Partner der BWG im Projekt Soziale Stadt, waren ebenfalls dabei. Vom Ortsbeirat war Walter Petri erschienen, und vom Stadtteilbeirat Adam Gutgesell und Kerstin Thiele, die beide schon öfters am Seniorencafe teilgenommen hatten, sowie der VorsItzende, Michael Schröter, Annette Zitzer, Senel Ayana und Reinhard Burk. Anja Asmussen freute sich über den Besuch und insgesamt 30 Teilnehmer. Unmut war bei den Senioren darüber entstanden, dass es nach dem Wechsel im Projektmanagement keinen gleitenden Ubergang gegeben habe, wie das vorher gewesen war; als Katrin Hilcken durch Andrea Weber abgelöst wurde und dass es solange dauerte, bis sich wieder einmal jemand von der Stadt im Seniorencafe einfand. Merle, mittlerweile im „Löschen von Bränden“ sehr erfahren, verstand es, die Wogenzu glätten. Es sei vieles in dem jetzt größeren Degerfeld geschehen, zum Beispiel der Ausbau der amerikanischen Schule zu einer Kinderbetreuungseinrichtung. Darauf sei man wegen der knappen Kassen besonders stolz.

Seiler erläuterte ihre Aufgabe im Projekt „Soziale Stadt“ als Schnittstelle der beteiligten Gruppen. Sie sei von Beginn an im Projekt vertreten und den meisten Akteuren bekannt. Sie sei stets bemüht, für alle Fragen und Probleme ansprechbar zu sein und eine umsetzbare Lösung zu finden. Sie bat um Verständnis, dass bei einer Laufzeit von zehn Jahren manches erst nach einer gewissen „Vorlaufzeit“ für Außenstehende sichtbar werde, das bedeute aber nicht, dass man untätig sei. Bender berichtete, dass man immer noch auf der Suche nach einem Nachfolger sei. In den beiden Blocks an der Ecke John-F.-Kennedy- Straße/Pohlgönser-Straße werden hauptsächlich Wohnungen ausgebaut, aber auch das Quartierszentrum. Interessierte konnten sich die Pläne zum Quartierszentrum ansehen. Aaron Löwenbein versprach, sich um Fördergelder zu bemühen. Denjenigen, die Ideen haben, versprach er, immer ein offenes Ohr zu haben. Ein Schwerpunkt sei die Bildung der Kinder und Jugendlichen. BereIts jetzt gibt es an der Beruflichen Schule und an der IGS Schrenzer Stützunterricht für Jugendliche auch aus dem Degerfeld, um die Lernergebnisse zu verbessern. Löwenbein forderte die Anwesenden auf, ihre Erfahrungen an die Jugend  weiterzugeben. Schröter, Leiter der IGS Schrenzer, unterstützt dieses Ansinnen. Das wurde auch von den Senioren so gesehen, aber sie hätten auch gerne gehört, was er für die Älteren zu tun gedenkt. Auf die Rückfrage von Petri zur Integration sagte Schröter, dass man das am besten durch die Durchführung von organisierten Treffen und Feste erreichen würde, wo man sich austauschen könne. Es wird darauf ankommen, offene Situationen zu schaffen, damit alle Personen angesprochen werden. Die Senioren haben sich insgesamt über die vielen beantworteten Fragen gefreut, besonders jedoch, dass sich alle Verantwortlichen Zeit zur Information für sie genommen haben.