Viel Anerkennung für den Butzbacher Seniorenbeirat

Ehrenamtlich arbeitende Institution besteht jetzt zehn Jahre

Mit einem Sektempfang begann im „Haus Degerfeld“ fast auf den Tag genau die Feierstunde zum zehnjährigen Bestehen des Seniorenbeirats der Stadt Butzbach. Im Mittelpunkt stand die von Dr. Christoph Bindhardt referierte Geschichte der ehrenamtlich arbeitenden Institution. Im kleinen Saal dokumentierte eine Bildersammlung und viele Zeitungsausschnitte Ereignisse und Geschehnisse, Ausflüge und Aufgaben aus der letzten Dekade. Auch sämtliche Ausgaben der Seniorenzeitung waren ausgestellt und konnten durchblättert werden.

Als besondere Gäste begrüßte der 1. Vorsitzende Friedel Werner den hessischen Landtagspräsidenten und Butzbacher Stadtverordnetenvorsteher Norbert Kartmann, Bürgermeister Michael Merle und den Ersten Kreisbeigeordneten Oswin Veith. In seine Amtszeit als Butzbacher Stadtoberhaupt sei die Gründung des Seniorenbeirats gefallen. Begrüßt wurden auch Renate Klingelhöfer, die Kreisvorsitzende der Wetterauer Senioren, Ingrid Veller, die Vorsitzende der Butzbacher Nachbarschaftshilfe und Vereinsringvorsitzender Robert Werner. In seinem Rückblick erinnerte Dr. Bindhardt an die Gründung des Seniorenbeirats am 13. April 2000 in der Amtszeit von Stadtverordnetenvorsteher Ernst-Maria Bach und Bürgermeister Veith. Eine Reihe von damals Anwesenden konnte er auch dieses Mal begrüßen. Die Mitglieder des Seniorenbeirats Butzbach seien von verschiedenen sozial engagierten Institutionen ernannt worden. Dieses sei ein optimales Verfahren gewesen, weil man so viel sachlicher zusammengearbeitet habe und sich niemand profilieren musste, um wiedergewählt zu werden. Er selbst, so Dr. Bindhardt, sei damals einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt worden, zu seinen beiden Stellvertretern Kurt Manecke und Friedel Werner. Schriftführer wurde Hansemil Bang von der Stadtverwaltung. „Wir hatten die Freiheit, uns mit allen, die Senioren betreffenden Themen zu beschäftigen“, merkte Dr. Bindhardt an. Diese Freiheit habe man auch genutzt. Und so sei die Geschichte des Seniorenbeirates eine echte Erfolgsgeschichte geworden. Auch den Bereich ältere Behinderte habe man mit in die laufende Arbeit integriert. Der Seniorenbeirat habe sich konkrete Gedanken gemacht, um das Leben älterer Menschen in Butzbach zu verbessern. Ruhebänke seien aufgestellt worden. Man habe Stolperfallen entfernen lassen, sich um die Sauberkeit der Innenstadt bemüht, man sei Altersdiskriminierungen nachgegangen und man habe sich kundig gemacht in Sachen senioren- und behindertengerechtem Wohnen. Den Einsatz von Niederflurbussen und die Einrichtung einer Bushaltestelle am Friedhof habe man befürwortet. Auch an die Bemühungen um eine bessere Busvertaktung der Innenstadt mit dem Degerfeld (Linie 500) erinnerte Dr. Bindhardt. Die Seniorenbörse, die Seniorenzeitung und die im zweijährigen Turnus veranstaltete Seniorenmesse habe man 2001 als wichtige Institutionen aus der Taufe gehoben. Hier dankte Dr. Bindhardt ganz besonders der Butzbacher Familien- und Frauenbeauftragten Andrea Garthe-Hildebrand für die Unterstützung. Sie sei damals die Betreuerin der Stadtverwaltung für die Seniorenarbeit gewesen. Die Nachbarschaftshilfe als Abteilung des Fördervereins des Seniorenbeirates habe sich im Frühjahr 2002 gegründet. Den Umzug der Stadtverwaltung vom Rathaus ins Landgrafenschloss habe man aktiv begleitet Die erste Seniorenzeitung sei im Herbst des gleichen Jahrs erschienen. Sie werde im halbjährlichen Turnus vom Druckhaus Gratzfeld hergestellt und vollständig über Anzeigen finanziert. Bislang seien 16 Ausgaben erschienen.  2004 sei er erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt worden, betonte Dr. Bindhardt, mit Dietlind Hock und Friedel Werner als Stellvertretern und Gisela Wimmer als Schriftführerin. Verstärkt habe man die Zusammenarbeit mit „Gemeinsam für Butzbach“ und gemeinsam ein Faltblatt mit den Öffnungszeiten der Geschäfte herausgegeben. Auch um das Thema seniorengerechtes Einkaufen habe man sich gekümmert. Mit dabei sei man gewesen, als die Bewohner des Seniorenzentrums im Degerfeld in das Landgrafenschlossgelände umgezogen seien. Besonders dankbar sei man Apotheker Joachim Fink für dessen großzügige Unterstützung des Seniorenbeirats. Eng arbeite man mit dem Kinder- und Jugendbeirat der Stadt zusammen. Vom Bürgermeister sei man gut eingebunden worden in Sachen Entwicklung von Housing Area, Tröstergelände und Degerfeldsiedlung. Die Betreuung der Seniorenarbeit habe Anfang 2008 Heidi Gombert, die städtische Senioren- und Behindertenbeauftragte, von Andrea Garthe-Hildebrand übernommen. Am 5. Mai des gleichen Jahres habe man Friedel Werner zum neuen Vorsitzenden des Seniorenbeirats bestimmt und Dietlind Hock, Uwe Müller und Dr. Christoph Bindhardt zu Stellvertretern gewählt. Schriftführerin sei Hildegard Wodni geworden. Unter dieser Ägide werde die Arbeit fortgesetzt. Dr. Bindhardt erwähnte zum Abschluss auch die beliebten geselligen Veranstaltungen, bei denen der Seniorenbeirat präsent ist, etwa den Kaffeenachmittag des Aero Clubs, die Weihnachtsfeiern in der Kernstadt und den Stadtteilen und den Altennachmittag am Faselmarkt. Das italienische Wochenende auf dem Marktplatz war ihm eine besondere Erwähnung wert. Auch an den Sitzungen des Stadtparlaments, der Ausschüsse und sämtlicher Ortsbeiräte nehme man teil. Regelmäßig spreche man auch mit dem Bürgermeister, den Fraktionen und der Verwaltung. Dann gab es die Grußworte der Ehrengäste, in denen das rührige Engagement des Seniorenbeirats gewürdigt wurde. Eine ganze Reihe von Glückwünschen schloss sich an. Vorsitzender Werner dankte für die guten Worte und auch allen Helfern, die dazu beigetragen hätten, dass die Arbeit Früchte getragen habe. Mit bunten Frühlingssträußen bedachte der 1. Vorsitzende Andrea Garthe-Hildebrand, und Heidi Gombert. Ohne deren fachkundige Hilfe und Unterstützung sei die Arbeit des Beirates nicht möglich gewesen. Auch an Otto Polak, den Mann mit der Kamera aus dem Zeitungsteam, und Hildegard Wodni, zuständig für Kaffee, Küche, Protokolle und Mitteilungen richtete Werner ein dankendes Wort.